Rother Frühjahrsritt auf "Bennos Strecke"

Die Frühjahrsjagd in Roth ist seit Jahren fester Bestandteil im Veranstaltungskalender des fränkischen Jagdclubs in Kiliansdorf. An einem leicht regnerischen aber angenehm kühlen Sonntag machten sich über 30 Reiter aus dem Frankenland und den benachbarten Bundesländern mit ihren Pferden auf den Weg zur „ XVIII Frühjahrsjagd“ ins schöne Kiliansdorf bei Roth. Der Empfang dort wie immer herzlich: Markus Kratzer und sein Team bereiteten ein leckeres Frühstück, und es wurde voller Vorfreude auf eine unvergessliche Frühlingsjagd angestoßen. Unter dem Motto "junge Reiter bzw. junge Pferde, können heute an den Jagdsport heran geführt werden", begrüßte Markus Kratzer seine Gäste. Zum 18 Mal läutete Kratzer die „Frühjahrsjagd“ ein. Florian Kallert führte wieder das sportliche Feld, gemeinsam mit Michaela Gindert und Sabrina von Styp und Jörg Meiler. Iris Bauer führte das „nichtspringende Feld“ auf eine Strecke. Als Schlusspiköre fungierten Barbara Tiefenthaler und Patricia Florack.

Der Jagdclub war stolz darauf, dieses Jahr wieder auf „Bennos alter Geburtstagsstrecke“ zu galoppieren. Es mussten jedoch einige Arbeiten im Voraus erledigt werden, zwei große Säcke Müll wurden auf der Strecke eingesammelt. Auch in den Wäldern in Franken hinterlassen die Besucher ihren Müll und auf Umweltschutz wird scheinbar nicht mehr so geachtet wie früher. Umso schöner und wichtiger ist es, ein festes Team zu haben, das stets und ständig die Jagdstrecken sauber hält. Auch die diesjährige Jagdstrecke glänzte mit  wunderschönen Ausblicken auf Wiesen und Wälder im Frankenland. Westlich ging es vorbei am Truppenübungsplatz, über  knapp 20 jagdgerechte  Hindernisse. Unterbrochen wurde die 18 Kilometer lange Strecke von einem Stopp zur Stärkung in den idyllischen alten Steinbrüchen bei Wernsbach. „Es fühlt sich an, als würde man nach Hause kommen,“ sagten manche, die schon öfter bei der „Frühjahrsjagd“ dabei gewesen sind. Die musikalische Umrahmung der „Reiterlichen Jagdhornbläser Franken“ in der besonderen Akustik in den Steinbrüchen mitten im ausgedehnten Waldgebiet Westerlohe war wieder ein Genuss. Die Teilnehmer genossen den Tag in der Natur, unter langjährigen Freunden oder mit Neulingen.

Für die einen ist es die Attraktion, nach einer langen Winterpause wieder durchzustarten, für andere ist es das Erlebnis, auf das sie schon lange hinarbeiten, um endlich an einer Jagd teilnehmen zu können. So waren auch wieder viele Newcomer in Roth – Kiliansdorf. Sie erlebten kein Gegen- sondern ein Miteinander, an einem Tag, der allen Jagdbegeisterten vor Ort noch lange in Erinnerung bleiben wird. "Nach Roth-Killiansdorf komme ich immer wieder gerne zurück, denn seit vielen Jahren bin ich mit dieser Umgebung verbunden. Ich lächle jedes Mal wenn ich hier reiten darf und die schönen Erinnerungen reißen zum Glück nicht ab", hieß es zum Abschied.
Text: Larissa Heumann und Fotos: Doris Frank-Schneider

 

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